Recurvebogen, Olympiabogen

Recurvebogen:

turnierbogen_recurve2_500Der älteste als Bogen interpretierte archäologische Fund stammt aus Mannheim-Vogelstang und ist rund 17.000 Jahre alt, wir reden beim Bogen also über eine der ältesten “Waffen” der Menschheit, die ihren Ursprung also keinesfalls im  asiatischen Raum hatte, wie es oft fälschlich auf anderen Publikationen nachzulesen ist .

Historische Bögen entsprachen in etwa dem heute klassischen Langbogen, dieser wurde im Spätmittelalter auch als englischer Bogen bezeichnet. Der Recurvebogen (auch der Jagd- Recurve) ist mit seinen nach vorn gekröpften Wurfarmenden und dem damit verbundenen Wirkungsgrad eine Weiterentwicklung des ebenfalls auf dem Langbogen basierenden Flachbogen.

In unseren heutigen Tagen ist der Recurvbogen der von der FITA anerkannte Olympiabogen, schon lange Zeit gab es dort nur diesen einen Bogentyp als einzige zugelassene Disziplin für die Olympischen Spiele. Auch in den Sportvereinen hat der Recurvbogen den weitaus grössten Anteil als Sportgerät der Bogenschützen, mittlerweile gibt es aber auch immer mehr Bogensportler die sich dem technisch noch wesentlich weiter ausgereiften Compoundbogen zuwenden. Daher treten auf nationalen und internationalen Turnieren auch zunehmend Compoundschützen in einer eigenen, dazu geschaffenen Klasse an.

absatz

Wenn wir heute also über den Recurvebogen reden, dann berichten wir über diesen in seiner Eigenschaft als Sportbogen, im Übrigen gelten Bögen auch vor dem Gesetz als Sportgeräte und nicht als Waffen, obliegen aber im Umgang dem gleichen  Sicherheitsbedürfnis, dies erklärt sich hoffentlich von selbst.

Der moderne Recurve- Turnierbogen unserer Tage ist in zwei Haupt- Baugruppen zerlegbar, Mittelteil und Wurfarme. Nach dem derzeit bestehenden Fita- Reglement dürfen am Recurvebogen eine Zieleinrichtung (Visier ohne Optik, einfacher Korntunnel)  Stabilisatoren und Dämpfer angebracht werden, zu den Materialien aus denen diese Komponenten bestehen gibt es bisher keinerlei Einschränkungen.

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