Jagdrecurve, Jagd- Recurvebogen, Bear Bow
Der Jagd- Recurvebogen gehört im weitesten Sinne mit in den Bereich der traditionellen Bögen, letztlich ist der Jagd- Recuve nichts anderes als eine Weiterentwicklung des Lang- Flachbogens (englischer Bogen) des späten Mittelalters.
Wenn wir von einem Jagd- Recurvebogen reden, sehen wir in der Praxis in mehr als 80% aller Fälle einen traditionell aus Holz gefertigten Bogen, zumeisst in sehr aufwändig erstellter Laminatstruktur aus verschiedenen Lagen Holz und in der Mitte durch ein wuchtiges Element als Griffstück verleimte Basiseinheit als Grundlage, im Einsatz des Schützen. Oft als einteiligen Bogen gefertigt, gibt es den Jagdrecurve natürlich auch als Take- Down- Ausführung mit abnehmbaren Wurfarmen.
Der klassische Jagdrecurve ist jedoch eher der einteilige Bogen, in etwas kürzerer aber dafür umso kräftiger (untersetzt) ausgelegter Bauart als dies üblicherweise bei einem Sport- Recurvebogen der Fall ist. Nicht selten haben Jagd- Recurvebögen Zuggewichte von um die 50 Pfund und teilweise sogar auch deutlich darüber. Ein schon seit vielen Jahrzehnten bekannter und geschätzter Herrsteller ist Fred Bear (USA, Bear Bow), dessen Bögen für eine besonders gute, qualitativ hochwertige Verarbeitung und Leistung auf höchstem Niveau, weltweit bekannt sind. Links sehen wir solch einen Bogen als Abbildung.
Aus der Ausführung der Wurfarme abgeleitet ist der Recurvebogen dem Langbogen bezüglich des Wirkungsgrades ein gutes Stück weit überlegen. Die nach vorn gebogenen Wurfarme setzen bei gleicher Materialstärke wesentlich mehr Leistung frei, zudem besitzen sie ein günstigeres Hebelverhältnis, linear zum Auszug.
Länge:
Einer der großen Vorteile der Recurve- Bauweise, dies gilt auch für den klassischen Reiterbogen gleichermassen, liegt in der Handlichkeit (Handling im Gelände) und in der reduzierten Gesamtlänge des Bogens. Die verkürzte Bauweise des Jagd- Recurvebogens besitzt aber auch Nachteile gegenüber der klassischen Sportbogenausführung mit etwas längeren Wurfarmen und Mittelteil. Der sehr kompakte Jagd- Recurve ist nicht leicht zu schießen und erfordert neben der dazu nötigen Kraft auch eine gut sitzende Schußtechnik um regelmässig gute Trefferergebnisse damit zu realisieren.
Gewicht:
Mehr Gewicht bringt Stabilität, dies kennen wir bereits von allen anderen Bogenbauarten auch. Bei einem Jagdbogen ist das Gewicht aber auch aus einem ganz anderen Grunde relevant. Der Parcours eines 3D-Turniers ist innerhalb relativ kurzer Zeit absolviert, was ist aber, wenn man den Bogen tatsächlich im Sinne der Jagd einsetzt und den ganzen Tag im Gelände zu transportieren hat? Im ersten Beispiel spielt das Gewicht sicher keine große Rolle, in Letzterem jedoch schon. Somit spielt im Einsatzbereich eines Jagdbogens auch das mobile Handling des Bogens eine sehr wichtige, nicht zu unterschätzende Rolle.
Fazit:
Bei der Anschaffung eines Jagd- Recurvebogens gilt es also sehr genau abzuwägen wozu genau man den Bogen nutzen möchte, dabei sollte der favorisierte Einsatzbereich die Grundlage der Entscheidung sein.

Im Handel befinden sich durchweg nur sehr aufwändig hergestellte und hochwertige Bögen, daher spielt auch sicher der Preis bei der Anschaffung eine Rolle. Wirklich gute Qualität darf aber erst ab einer bestimmtenm Preisregion erwartet werden, dies erklärt sich schon durch das äufwändige Herstellungsverfahren und der Qualität der dazu verwendeten Hölzer. Bei den meissten Bögen ab einer höheren Preislage handelt es sich um wahre Kunstwerke aus edlen Hölzern, Leim und Klarlack. Eigentlich fast zu schade um damit zu schießen.
Der Bogensport übt nicht selten eine ganz besondere Faszination auf seinen Betreiber aus. Der engagierte Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi findet hier aktuelle Infos zu allen Bereichen des Bogensport:




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