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Stabilisatoren, Stabilisator- Systeme für Turnierbögen

Stabilisatoren werden beim Fortgeschrittenen Bogenschützen aus mehreren, sehr unterschiedlich gelagerten Gründen, mit ausschließlich technischem Hintergrund am Bogen angebracht und sind beim Leistungsschützen ein absolutes Muss, will er nicht auf eine etwa 10-15%ige Verbesserung seiner Pfeil- Gruppierung auf der Scheibe verzichten.
Funktionsweise:
Stabilisatorsysteme verbessern das Schießergebnis deutlich, dies wird durch die Gewichtssteigerung am Bogen, dem nach vorn verlagerten Schwerpunkt des Bogens UND aus technischer Sicht, durch eine deutliche Reduzierung der schwingenen Massen beim Lösen erreicht.
Gewicht: Das Stabilisatorsystem erhöht das Gewicht des Bogens, dadurch kann der Bogenschütze diesen während des Zielvorgangs ruhiger halten, hinzu kommt, dass die langen Ausleger auch wie eine Stange beim Balancieren wirken, die nach vorn orientierte Gewichtsverteilung stabilisiert den Bogen und hilft dabei den Bogen in “Balance” zu halten.
Balance: Mit diesem Hintergrund wird es dem Bogenschützen ermöglicht den Bogen während des Ankerpunktes ruhiger zu halten und länger in dieser möglichst stabilen Position zu verharren. Es wird also intensiveres und genaueres Zielen ermöglicht. Grundsätzlich gilt, schwerere Bögen sind von Vorteil durch ihre Masseträgheit. Die Grenzen liegen dabei in der Trainingsverfassung des Bogenschützen, dies gilt dabei ebenso wie die Wahl der Wurfarmstärke, erst im aufeinander abgestimmten System sind die einzelnen Komponenten wirklich positiv wirksam.
Schwerpunkt: Der Stabilisator nimmt abert auch noch weitere Funktionen war. Durch die Verlagerung des Schwerpunktes des Bogen nach vorn, fällt der Bogen auch genau in diese Richtung nach dem Abschuss, auch dies ist ein grosser Vorteil und ermöglicht bessere Trefferergebnisse. Selbt beim Blankbogen werden aus genau diesem Grund kurze Zusatzgewichte am Mittelteil befestigt, da dort Stabilisatoren aufgrund ihrer Größe vom Reglement ausgeschlossen sind, gleiches gilt für Jagdbögen. An den Enden der Stabilisatoren lassen sich Wechselgewichte unterschiedlichster Stärke anbringen, so kann das Gerät sehr individuell auf den Schützen abgestimmt werden.
Masseträgheit: Stabilisatorensysteme wirken jedoch auch als Dämpfer. Kaum ein System wird vom engagierten Schützen ohne Schwingungsdämpfer verbaut. Während des Lösens des Pfeils werden derart hohe Kräfte frei, dass es beinahe unmöglich ist diese ohne Hilfsmittel in Masseträgheit umzulenken. Die Wurfarme beschreiben eine ganze Serie von Vor- Und Rückwärtsbewegungen in Richtung der Bogenachse, diese pendeln nur sehr langsam bis zum Stillstand der Sehne aus. Während diesen Vorgangs, ist der Pfeil jedoch noch auf der Sehne genockt, und würde durch diese Bewegungsabläufe in ungünstigstem Falle in einer Art wechselnder Ruckbewegung nach vorn gelenkt. Um daraus keine ruckartigen Bewegungen in Folge entstehen zu lassen, wird genau dieser Bewegungsablauf durch das Stabilisatorensystem deutlich gedämpft. Im Resultat beschreibt die Sehne eine saubere Vorwärtsbewegung und es wirken kaum noch rotierende Seitenkräfte auf die Wurfarme. Der Bogen wird insgesamt ruhiger beim Abschuss, das Rückschlagverhalten des Bogens gedämpft. Dies wirkt sich auf einen ruhigeren Pfeilflug aus, schont das Material und auch die Gelenke des Bogenschützen. So sind mit dem Einsatz eines Stabilisatorensystems eine ganze Reihe von Vorteilen verbunden.
Materialien:
So wie im gesamten Zubehörbereich für den Bogensport, werden Stabilisatorensysteme von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Hersteller angeboten, derzeit kommen immer mehr Systeme die aus mehreren Carbon- Röhren angefertigt wurden zum Einsatz, dazu wären zunächst die Systeme der Firmen AGF u. Beiter zu nennen. Den Standard bilden derzeit die Systeme von Cartel usw. die aus einer Carbonröhre mit Alueinsätzen an den Enden ausgestattet sind, weiterhin befinden sich an allen Systemen Schraubverbindungen für Dämpfereinheiten mit Endgewichten. Insofern sind sich sämtliche Systeme vom Aufbau her sehr ähnlich. Carbon ist derzeit der Standard was die Materialfrage angeht. In der oberen Abbildung sehen wir ein System mit montiertem Extender, die V- Bar sitzt also nicht direkt am Bogenmittelteil sondern auf dem Extender- Zwischenstück als Distanz.
Größen und Ausführungen:
Stabilisatorsysteme werden derzeit in fast immer dem gleichen Aufbau (siehe obere Abbildung) angeboten, dabei Sitzt vor dem Bogen eine langer (26-40″) Monostabilisator, der auch ohne Seitenstabilisatoren einsetzbar ist. Dieser wird entweder direkt von der Gewindebuchse des Bogen- Mittelteil aufgenommen, oder in einen Extender (Vorbau) verschraubt.
Bei Verwendung von zusätzlichen Seitenstabilisatoren, dies ist schon fast der Standard, wird eine V-Bar (gekröpft oder gerade) direkt am Mittelteil oder dem Extender montiert, damit die Seitenstabilisatoren dort verschraubt und positioniert werden können. Seitenstabilisatoren haben üblicherweise eine Länge von 10-14″, zusätzlich mit Dämpfer und Endgewicht etwa 14-18″.
Das untere Video verdeutlicht sehr gut die Wikungsweise der Dämpferelemente an Stabilisatorsystemen und welche Kräfte dabei vom Bogen zu kompensieren sind:
Nachtrag v. 09.03.2010:
Hier möchten wir noch eine Neuentwickling aus dem letzten Jahr vorstellen:
http://www.passepatout.de/2010/03/06/test-more-score-heckstabilisator-rear-stabilizer/
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Das Bogenschießen, sofern es intensiver und mit langfristigen Zielsetzungen betrieben wird, übt nicht selten eine ganz besondere Faszination auf seinen Betreiber aus. Der engagierte Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi findet hier die Möglichkeit zu einem vereinsübergreifenden Erfahrungsaustausch mit anderen Bogensportlern.

