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Nockpunkt, Nockpunktzange und Checker
Nockpunkt mit Hilfe des Checker ermitteln:
Der Nockpunkt bestimmt die Position des Pfeils auf der Sehne. Als grober Anhaltspunkt kann ein auf der Sehne eingenockter Pfeil dienen, vorn auf der Pfeilauflage anliegend sollte der Pfeil dabei so eingenockt werden, das dieser exakt im Rechten Winkel zur Sehne positioniert ist. Dabei sollte der Mittelpunkt des Nockpunktes ca. 6mm oberhalb (Nockpunktüberhöhung) der Pfeilnocke sitzen. Dies ist zwar lediglich ein Näherungswert zur groben Einstellung, grundsätzlich kann solch eine Positionierung jedoch bereits als völlig ausreichend gelten.
Genauer läßt sich der Nockpunkt über ein Einstellhilfsmittel namens Checker ermitteln, wobei bei sorgfältiger Prüfung mit einem Geodreieck am genockten Pfeil auch keine nennenswerte Abweichung entsteht, so mache ich selbst es. Nachdem die Position des Nockpunktes ermittelt worden ist, wird dieser mit einer Nockpunktzange auf der Sehne fixiert, dabei sollte man möglichst sorgfältig vorgehen, der Nockpunkt darf sich keinesfalls von allein verstellen, ein völlig absurdes, wanderndes Schußbild wäre die Folge. Daher muss der Nockpunkt ordentlich auf der Sehne angequetscht sein, nichts ist ärgerlicher als ein wandernder Nockpunkt, der ein verfälschtes, sich ständig änderndes Schußbild verursacht.
Der Nockpunkt muss aber keineswegs immer durch Messingösen auf der Bogensehne fixiert werden!
Ich verwende einfaches, rotes Stopf- Garn aus der Nähkiste meiner Ehefrau, dass ich mehrfach an der richtigen Stelle um die Sehne wickele, gut verknote und anschließend mit etwas Holzleim nochmals in sich und auf der Sehne fixiere. Solch ein gewickelter Nockpunkt ist wesentlich leichter und verursacht keinerlei Masseträgheit.
Man kann auch einen dünnen Streifen aus Papier zurechtschneiden und mehrfach auf der Sehne aufrollen und zwischendurch mit kleinen Klebstoff- Punkten verkleben. Die Funktion ist exakt die Gleiche wie bei den anderen genannten Beispielen.
Eine falsche Positionierung des Nockpunktes führt zu einem verfälschten Schussergebnis, dies liegt im pysikalischen Hintergrund des Zusammenspiels der einzelnen Teil- Elemente des Bogens. Dabei ist ganz klar anzumerken, dass es fast keine Rolle spielt in welche Richtung der Nockpunkt versetzt ist, im Ergebnis sitzt der Pfeil nicht im rechten Winkel zur Sehne und kann demnach auch nicht in einer geraden Linie zur Pfeilachse (in Richtung Ziel) die Kräfte der Sehne beim Lösen aufnehmen. Ein beim Abschuss schief zur Sehne sitzender Pfeil kann kaum in eine möglichst gerade Flugbahn zur Scheibe umgelenkt werden. Ein falsch angebrachter Nockpunkt verschenkt also nicht nur Bogen- Power, er führt wie in der oberen Abbildung zu sehen ist, auch zu einer verfälschten Flugbahn des Pfeils.
Logischer Weise hat ein Pfeil der in einer geraden Linie zum Ziel abgeschossen wird einen geringeren Luftwiederstandsbeiwert als ein schon zu Beginn der Flugbahn schräg durch die Luft fliegender Pfeil, dies gilt es mit der korrekten Position des Nockpunktes zu gewährleisten. Dies ist im Wesentlichen der Hintergrund warum ein Bogenschütze diese Einstellung sehr genau beachten sollte.

Checker:
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#1 von L. Fortmüller am 25. September 2009
Hallo, habe mir einen Compoundbogen zugelegt, leider ist kein Nockpunkt gesetzt worden.
Nun meine Frage, wie setzte ich diesen am Besten?
MFG L. Fortmüller
#2 von ABM am 26. September 2009
Hallo,
eigentlich steht dies doch bereits recht ausführlich im ersten Absatz des oberen Artikel beschrieben. Was genau möchtest Du im Detail wissen?
#3 von Ralf am 27. September 2009
Hallo,
gibt es eine Regel, die einen 2. Nockpunkt unterhalb der Nocke (Recurve) untersagt?
LG
Ralf
#4 von ABM am 27. September 2009
Hallo Ralf,
klares NEIN, es können nach FITA- Regeln durchaus beliebige Markierungen an der Sehne angebracht werden, auch mehrere Nockpunkte.
Beste Grüße,
ABM