Mittelteil, Recurvebogen
Das Mittelteil eines Recurvebogen ist neben den Wurfarmen das wichtigste Bauteil des Bogens, fast alle anderen Komponenten werden daran befestigt, seine Qualiät bestimmt neben den Wurfarmen die Leistungsfähigkeit des gesamten Bogens. Mittelteile gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, Materialien und technischen Konzeptionen.
Nach oberer Erklärung ist die richtige Wahl des Mittelteils also eine Grundlegende Entscheidung, diese bestimmt die spätere Eignung des Bogens. Der Anfänger beginnt in der Regel mit einem Holz- Mittelteil als Einsteigerbogen, zunächst gilt es die Grundlagen des Bogensschießen zu ertlernen, dazu bedarf es keines teuren und aufwändigen Materials.
Überhaupt sollte erst über ein höherwertiges Material nachgedacht werden, wenn dieses auch tatsächlich genutzt werden kann und daher deren Vorteile vom Schützen umgesetzt werden können. Ein noch nicht wirklich geübter Schütze wird die gleichen Fehler im Schußablauf oder der Haltung auch mit besserem Material lediglich wiederholen.
Ein Holz- Schulbogen sollte also mindestens ein halbes Jahr lang das Trainingsgerät des Anfängers sein, ein Holz- Recurvebogen ist ein durchaus leistungsfähiger Bogen, der ohne weiteres eine sehr gute Wiederholgenauigkeit bietet, sofern der Schütze diese umsetzen kann.
Der links abgebildete Samick Mind ist ein hervorragender Schulbogen, viele Vereine bieten diesen dem Anfänger zum Erlernen der Grundlagen an.
Der Fortgeschrittene wird sich sobald er an die Grenzen eines Holzbogen gelangt ist nach einem höherwertigen Bogen umsehen, dabei steht er dann einem riesigen Angebot in unterschiedlicher Bauweise, unterschiedlichster Materialien und Konzeptionen sowie Preislagen gegenüber. Letztlich ist es oft lediglich eine Geschmacksfrage für welche Ausführung sich der Bogensportler entscheidet.
Nicht jeder Beginner hat die Ambition sich später unter den Leistungsschützen einreihen zu wollen, oft setzen auch Talent, Lernbereitschaft und Trainingswille deutliche Grenzen dazu. Zudem ist es natürlich auch immer eine Preisfrage ob es wirklich sinnvoll ist sich ein teures Spitzenprodukt anzuschaffen, wenn die entsprechende Leistung vom Schützen noch nicht sicher und wiederholt realisierbar ist.
Empfehlung:
Der fortgeschrittene Schütze sollte sich zunächst für ein Produkt mittlerer Preislage entscheiden, egal von welcher Marke und in welcher Preislage dieses angeschafft wurde, wird er zunächst feststellen, dass sein Schußbild sich dadurch nicht wesentlich gegenüber dem bisherigen Schulbogen verbessern wird, insofern ist die Materialfrage meißt erst wirklich relevant wenn ein Schütze so weit fortgeschritten ist an Turnieren teilzunehmen. Einmal in dieser Region angelangt, kann man sich immer noch zu einem weiteren Tuning des Materials entscheiden, wenn einmal angefangen wird nach Ringen zu jagen, wird dies nicht nur das Mittelteil und sonstige Hauptkomponenten des Bogens betreffen, sondern die gesamte Ausrüstung, bis hin zu den Pfeilen und deren Befiederung.
Andererseits soll Bogenschießen in erster Linie Spaß machen und im Sinne eines Sports der körperlichen Ertüchtigung dienen. Technik- begeisterte Schützen werden nicht davon abzuhalten sein sich so früh wie möglich höherwertiges Material anzuschaffen, ein Bogen darf durchaus auch schön anzuschauen sein.
So muss letztlich jeder Bogenschütze selbst wissen welchen Zielen er sich im Bogensport widmen möchte, im Grunde ist die Materialfrage dazu erst im weiter fortgeschrittenen Stadium eines Schützen wirklich relevant.
Der Bogensport übt nicht selten eine ganz besondere Faszination auf seinen Betreiber aus. Der engagierte Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi findet hier aktuelle Infos zu allen Bereichen des Bogensport:




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